Kurzmitteilung · 30. Mai 2013 · Kommentieren · Kategorien: Rahmenbedingungen · Tags: ,

Sie können verpflichtet werden, mit Ihren privaten Mitteln die Pflege Ihrer Eltern zu unterstützen.
Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) finden Sie unter den Paragraphen §§ 1601
ff. die Bedingungen, unter denen Angehörige zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden können.
„Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.“
Kinder sind mit ihren Eltern und Großeltern direkt verwandt. Die Unterhalts-Verpflichtung gilt auf dieser Ebene in beide Richtungen. Geschwister, Verschwägerte und noch weiter entfernte Verwandte müssen nicht für einander aufkommen. Bei mehreren Kindern richtet sich deren Anteil an den Unterhaltszahlungen nach ihrer individuellen Leistungsfähigkeit. Die Aussicht diesen Verpflichtungen zu entkommen hat kaum eine Chance auf Erfolg. Die Pflegebedürftigen sind verpflichtet ihre unterhaltspflichtigen Angehörigen zu benennen. Das Sozialamt informiert die Angehörigen mittels der „Rechtswahrungsanzeige“, dass sie zur Beteiligung am Unterhalt verpflichtet sind.
Daraufhin müssen die Angehörigen Ihre Leistungsfähigkeit, beziehungsweise die Gründe die dagegen sprechen gegenüber dem Sozialamt offen legen. Wer sein Vermögen nicht nennen will wird geschätzt !

Das Sozialamt ermittelt danach auf Grundlage Ihrer Angaben den von I h n e n zu zahlenden Betrag.

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Das Thema Pflege gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Bis zum Jahr 2030 wird ein Anstieg der pflegebedürftigen Personen auf ca. 3,4 Millionen erwartet.
Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung bietet nur eine Teilabsicherung. Sie reicht somit nicht aus, um die Pflegekosten zu decken. Eine private Zusatzversicherung ist ein unbedingtes Muss.
Um die private Pflegevorsorge stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, bringt unser Gesundheitsminister Daniel Bahr zum 01.01.2013 die staatlich geförderte Pflegeversicherung auf den Weg.